Messstellennetz in  Deutschland

Seit Anfang 2001 sind meine Weser-Ems-Messstellen (Delmenhorst und Ganderkesee) Teil eines bundesweiten Messstellennetzes unter der Regie des PID (= Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst http://www.pollenstiftung.de).

Eine Liste aller deutschen Messstellen (Stand 2016) finden sie hier, dazu eine entsprechende Karte auf der website des PID.

Meine Stadtmessstelle Delmenhorst hat im bundesweiten Netz neben neun anderen Messstellen (Hannover, Bad Lippspringe, Berlin Charite (seit 2006), Fulda, Mönchen-Gladbach, Dresden, Greifswald, Freiburg und München, s. Karte) den Rang einer Referenzmessstelle; d.h. es wird über das ganze Jahr hinweg das gesamte Pollenspektrum der Luft erfasst. Daneben liefer(te)n während der Hauptflugsaison einige Dutzend  weitere deutsche Messstellen   (darunter auch die Messstelle Ganderkesee und bis inkl. 2014 die kooperierende Messstelle Vechta 45 km südlich davon) Pollendaten.

An meinem Messstellen  werden auch zwei Sporentypen erfasst und gemeldet. Davon wurde / wird der allergologisch wichtigere Sporentyp (Alternaria) an weiteren PID-Messstellen erfasst (im norddeutschen Raum: Vechta (bis inkl. 2014), Lemwerder (2007-2009), Westerland/Sylt, im ostdeutschen Raum: Rostock, Neustrelitz, Dresden und Treuenbrietzen südl. von Berlin). Auch einige  nicht in das PID-Netz integrierte, aber von mir betreute Messstellen erfassen Alternaria (und Cladosporium!): Reinbek b. Hamburg und Mannheim.

 

Verwertung meiner Pollendaten durch DWD und EAN

Die an den eigenen Messstellen Delmenhorst  und Ganderkesee ermittelten Pollen-Konzentrationswerte werden im Auftrag des PID zeitnah an den Deutschen Wetterdienst (DWD)  in Freiburg (Geschäftsfeld Medizin-Meteorologie) und darüber hinaus auch an eine europäische Datenbank (EAN) mit Sitz in Wien  übermittelt. So wird auch mit den Daten verfahren, die ich im Auftrag der Alpenklinik Santa Maria in Oberjoch (Oberallgäu) erhebe. Die im Auftrag von Allergopharma an den Messstellen Reinbek b. Hamburg und Mannheim erhobenen Daten gehen exklusiv an das EAN.

Die Daten werden vom DWD für regionale Pollenflugvorhersagen per Telefon, im Internet und in Tageszeitungen verwendet (s. Pollenfluginformationen in Deutschland).

 

Eine praktische Anwendung des EAN (European Aeroallergen Network)  sind z.B. Vorhersagekarten für einzelne allergologisch wichtige Pollentypen und dies für ganz Europa - interessant vor allem für Urlauber! Diese Karten sind Teil der sog. EPI (= European Pollen Information) und unter https://www.pollenwarndienst.at/aktuelle-belastung/belastungskarte-europa.html

abrufbar.

Inzwischen gibt es auch 2 Pollen-Apps - eine österreichische

https://www.pollenwarndienst.at/allergie/pollentagebuch.html

und eine deutsche Variante

http://www.pollenstiftung.de/pollentagebuchpollen-app/

Sie sind  als Beschwerde-Tagebücher angelegt  und ermöglichen inzwischen eine personalisierte Beschwerdenrisikovorhersage.

weitere Details siehe Pollenfluginformationen in Deutschland

 

 

Stand Dez. 16

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