Pollenquellen in Weser-Ems (Niedersachsen)

 

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 Die beifußblättrige Ambrosie

 

(Ambrosia artemisiifolia )

 

auch Aufrechtes Traubenkraut genannt, ist ein

Einwanderer aus Nordamerika und fasste zuerst in der Pannonischen Ebene (im Wesentlichen Ungarn) Fuß; weitere Hauptverbreitungsgebiete in Europa sind die italienische Poebene und das südfranzösische Rhonetal. In Deutschland wächst dasTraubenkraut punktuell vor allem in Südwest- und Ostdeutschland; aber auch im Norden der Republik, vor allem in Großstädten (Berlin, Hamburg) finden sich Bestände. Mittlerweile mehren sich die verstreuten Vorkommen dieser und verwandter Arten in Deutschland

Für die Beschwerden der Ambrosiapollinotiker ist hierzulande vor allem der Import durch Ferntransport maßgeblich, es sei denn die Pflanzen wachsen vor der Haustür. In Weser-Ems sind freie Bestände selten. Fündig wird man vor allem in Gärten, in denen im Vorjahr Vögel mit Futter auf der Basis von Sonnenblumenkernen gefüttert wurden. Insbesondere aus Osteuropa importiertes Futter ist oft mit Ambrosiasamen verunreinigt und wird so zur Ambrosiaschleuder.

In 2006 traten erstmals auch im Weser-Ems-Gebiet größere Pollenmengen auf, die meisten davon dürften ferntransportiert gewesen sein.

Ob uns in diesem Jahr - nach einer Ambrosiapollenflaute in 2007 und 2008 - wieder warme östliche Winde mit den extrem allergenen Pollen dieses sog. Neophyten versorgen, bleibt abzuwarten.

 

Aber auch lokale Quellen mehren sich.In Berlin hat die Blüte des Krauts in diesem Jahr schon Ende Juli eingesetzt.

 Grundsätzlich müssen Allergiker bis in den Oktober hinein mit den aggressiven Ambrosiapollen rechnen.

 

Genaueres über die Verbreitung der Ambrosie in Deutschland findet sich unter

http://www.lavendelfoto.com/de/ambrosia/ambrosia_01.htm (Auf dieser sehr engagierten Seite mit tollen Fotos gibt es etliche weitere kommentierte links zum gleichen Thema).

 

Übergeordnete Anlaufstelle für alle mit Ambrosia zusammenhängenen Probleme ist das Julius-Kühne-Institut, das dem BMELV (Bundesministerium für Ernähung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz) unterstellt ist.

 

 

 

 

 

Abb. 1: Der Blütenstand  einer Ambrosie im blühbereiten Zustand. Die zugehörige Pflanze wuchs in 2006 in Niedersachsen in einem Hausgarten der Gemeinde Ganderkesee (zwischen Bremen und Oldenburg) heran. Sie war als Jungpflanze unter einem Vogelhäuschen entdeckt und wegen des hübschen Aussehens in den Hausgarten verpflanzt worden, wo sie zu einer 1,7 m hohen Pflanze heranwuchs.

 

Abb. 2: Ambrosie mit sich aufbauenden Blütenstand im botanischen Garten von Neuchatel (Schweiz). Aufnahme vom 25.8.06!

 

Abb. 3:  s. Text zu Abb.2

 

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