Der Umfang meiner Auswertungen und Infos

Meine mikroskopischen Analysen decken alle allergologisch und / oder mengenmäßig relevanten Pollentypen  ab, insgesamt über 40. Außerdem  noch zwei allergologisch wichtige Sporentypen (Alternaria und Cladosporium) ab.

Die zeitaufwendige Erfassung möglichst vieler Pollentypen ist auch unter allergologischen Aspekten sinnvoll: Denn so mancher weniger wichtig erscheinender Pollentyp schlägt in dieselbe Kerbe wie der "große Bruder". Zum Beispiel können die Pollen von Esche, Pappel und Hainbuche das Beschwerdebild von Birkenpollinotikern verstärken.

Außerdem erweisen sich manche zunächst als allergologisch harmlos eingestufte Pollentyp als allergologisch  durchaus relevant. Das tirfft z.B. auf die Pollen der heimischen Esche (Fraxinus excelsior) zu.

 

Nach der mikroskopischen Analyse kommt die Aufarbeitung bzw. Verwertung der Basisdaten (Tagesmittelwerte). Hauptzweck ist dabei der  grafisch gestützte Rückblick auf die Entwicklung des aktuellen Pollen- und Sporenflugs. und  zwar vor dem Hintergrund langjähriger Messreihen; im Fall von Delmenhorst sind dies mittlerweile 35 Jahre! Dieser "background" erlaubt eine Bewertung des aktuell saisonalen Pollenflugs in zeitlicher und quantitativer Hinsicht.

Neben dieser retrospektiven Betrachtung erwartet der Pollinotiker auch  Prognosen, also  zumindest eine Pollenflugvorhersage. Ich beschränke mich dabei vor allem auf  das Weser-Ems-Gebiet. Dabei muss sich der Nutzer im Klaren sein, dass die Pollenmengen, die an einer m.o.w. weit entfernten stationären Probenahmestelle gemessen werden, an seinem jeweiligen Aufenthaltsort nicht gelten können, da die Pollenquellen inhomogen, also ungleich verteilt sind. Vorhersagbar sind lediglich Tendenzen (Abnahme bzw. Zunahme) - bedingt duch  das Wetter  und den Entwicklungszustand der Pflanzen.

Eine Vorhersage der Symptome ist auf der Grundlage von Daten stationärer Pollenfallen nicht möglich. Der PID und der österreichische Pollenwarndienst versuchen dies anhand der Auswertung  der täglich aktualisierten Pollentagebücher von Betroffenen. Die darin vermerkten Symptomstärken werden mit den Pollenflugdaten der nächstgelegenen Messstelle abgeglichen und daraus eine personalisierte Symptomvorhersage abgeleitet. Das geht nicht ohne Daten zur Entwicklung des Pollenflug an den kommenden Tagen. Zu deren Berechnung werden  komplizierte mathematische Modelle zur Ausbreitung von "Pollenwolken" genutzt.

Die Vorhersage des Pollenflugs und vor allem von Beschwerden wird damit zu einem hochkomplexen Vorhaben und ist von einem Einzelnen kaum zu stemmen.

Stand: 11.12.2016

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